Dietfurt

Untere Dietfurt

ein uralter Fernweg aus der Zeit der Römer führte aus dem Neckarraum über Rieselfingen nach Bonndorf zum Hochrhein. Römer und Alemannen benutzten diesen Weg, der an der Dietfurt die Wutach überquerte.
Weg vorbei an den Ruinen von OberdietfurtDer Name bedeutet "Volksfurt" d.h. sie war frei von Zöllen und jedermann konnte sie nutzen. Aus dem Jahr 1424 stammt die ertste urkundliche Erwähnung einer Mühle. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Brücke und Mühle mehrfach zerstört. Pläne sie wieder auf zu bauen, hegte erstmals der Bauer Vogt 1750, der gleichzeitig für die Herrschaft Zoll einnehmen wollte. Sein Anliegen wurde jedoch abgelehnt.

Oberdietfurt

Nach dem Untergang der Brücke 1785/86 errichtete man einen neuen Übergang an der unteren Dietfurt. Das dortige Gasthaus "Zur Krone" wurde von Peter Vogt eröffnet, der auch Zoll und Brückengeld eintrieb.
Alter Wassergraben für den Antrieb der Mühlenräder an der OberdietfurtNeben dem Gasthaus befanden sich eine Scheuer, der Stall, eine Mahlmühle, eine Gipsmühle und ein Sägewerk. Sieben Jahre nach der Erbauung der Brücke musste diese generalüberholt werden. 1812/18 wurde die Strasse verbreitert Allerdings war das Gefälle mit 18 - 24% zu stark. 1873 überquerten nur noch durchschnittlich 50 Zugtiere pro Jahr die Brücke. Durch den Brückenbau an der Schattenmühle geriet das Gehöft verkehrsmäßig ins Abseits. 1889 fiel das gesamte Anwesen den Flammen zum Opfer und wurde danach nicht wieder aufgebautehemaliger Keller eines der niedergebrannten Anwesen an der Oberdietfurt